the living rooms

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In einem Zuhause nur 1800 Flugkilometer südwestlich der Polarlichter werden seit Februar 2014 jeden Donnerstag Abend alle Fenster und Türen zur Umwelt verschlossen. Dann geben sich Wulf voc, Joe git, Sabine dr im Wohnzimmer (aka the living room) ihrem Spieltrieb hin und vergessen darüber den Alltag. Die drei in die Jahre gekommenen Typen haben generationsbedingt ganz unterschiedliche musikalische Prägungen. Das Spektrum ist so weit und breit wie der Horizont von See aus; beim Spielen kommen hybride Kompositionen mit hohem Anteil Tagesform raus.

In den Anfängen von the living rooms erfanden sie Songs wie Sand am Meer. Inzwischen lassen sie sich mehr Zeit zum sieben, umstrukturieren und anreichern, z.B. mit Synthie-Brettern oder kleinen Chorsätzen. Die Stücke behandeln alltägliche Themen (Jungs, Mädels, Welt, Untergang) und Szenen (kommen, gehen oder bleiben). Beobachtungen, Hoffnungen und Befürchtungen verdichten sich zu einem Textgewebe, durchsetzt von Naturmetaphern und Anspielungen auf die Popgeschichte mit ihren zeitlosen emotionalen Zustandsbildern.

Standin’ At The Busstop („with a suitcase in my hand in the rain“) ist so ein Bild, oder „I’m still listening to the news, still addicted to the blues, I’m still waiting for the better days to come, driving around with nothing to do…“ im Talkin’ Blues. Assoziationen zu amerikanischen Stadt-Land-Kontrasten kommen darin auf, wie auch in Which Way You Go, und manche Szenen spielen gleich ganz am Strand eines Ozeans (Eyes Bright Shine). Weltuntergangsstimmung wird in Wind Blow beschworen: „Well I was lost in a dream tonight like noone’s heard before, stepping over a threshold into a desert demolished by war…“ In Hard Break Heart Work hingegen gerät der Weltuntergang kurzerhand wieder ganz außer Sicht: „You can say that it’s over now but i tell you everything is goin’ on“. In You Came und Lies müssen sich die Charaktere mit allerlei Schablonen und Alltagslügen rumschlagen: „Party girls always tag along with the guys who call the shots…“, oder „Yogi tea and lovechoc babe: lies!“ Die Figuren sind in permanenter Bewegung, ebenso wie der sprichwörtliche Fluss des Lebens. Fazit: Diese Musik ist nicht so streitsüchtig wie Punk, ist heller als DarkWave und so warm wie der Delta Blues.

Nach der Veröffentlichung einer Single (Marie, No Way, 2016) entwickelte sich mit wachsendem Oeuvre bis Oktober 2017 das Bedürfnis, eine handverlesene Auswahl der Songs als Longplayer rauszubringen. So kam es zum ersten Album Hiding & Walking, aufgenommen im K-Klangstudio von Ritchy Fondermann, zusammen mit dem einfühlsamen Gast-Bassisten Robin Eggers. Das Album und die Single-Auskoppelung gottaway erscheinen als Download, Gottaway obendrein als Video.

Tonträger aus Hamburg