Guts – Ain’t it strange

K-Klangträger Nr. 008 (CD)

VÖ: 11.09.2015

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Tracklist:

  • 01. I’m Sane
  • 02. Suck My Pain
  • 03. Doesn’t Get Better
  • 04. I Want You
  • 05. Medicine
  • 06. Only Me
  • 07. Ain’t It Strange
  • 08. I Heard You Say
  • 09. Pop Star
  • 10. I’m Still Waiting
  • 11. Waiting For The Sun

 und das sagt die Presse

Es gibt so Platten, die strotzen nur so vor Energie und Spirit. Oder noch vielmehr vor Authentizität. „Ain’t It Strange“ ist so ein Album. GUTS gibt es eigentlich schon recht lange, damals machten sie aber noch den heimischen Kiez auf St.

Pauli unter dem Namen SHANGHAI GUTS unsicher. Geändert hat sich zum Glück gar nicht mal so viel. Denn die vier Nordlichter haben sich nach wie vor dem erdigen und bodenständigen (Vorsicht vor Plattitüden, aber diesmal treffen sie einfach zu) Rock’n’Roll verschrieben.

Da geht mal gar nichts schief. Die Basis ist der Rock, dazu geben wir eine Prise Punk, einen Hauch Garage und das Gespür für ausgefeiltes Songwriting und Texte direkt aus dem Leben. Die GUTS können nunmal auf eine gewisse Reife und Erfahrung zurückgreifen.

Das spürt man. Und so werden die elf Songs alle Freunde von Bands wie HELLACOPTERS, JOHNNY THUNDERS & THE HEARTBREAKERS oder D-GENERATION mit der Zunge schnalzen lassen, zumal die Produktion von Martin Witte ihr Übriges für das positive Gesamtbild tut.
Abel Gebhart, Ox-Fanzine 8/10 Punkten

GUTS aus Hamburg? Nie gehört? Ich auch nicht. Wenn man allerdings alt genug ist, kennt man unter Umständen jedoch noch SHANGHAID GUTS, die bereits mit alten Woodstock-Helden wie TEN YEARS AFTER auf Tour waren. Man spricht auch von gemeinsamen Auftritten mit MICK TAYLOR (der ja auch mal ein ROLLING STONE war) und mit dem Danish Dynamite D-A-D. Und aus eben dieser Kapelle namens SHANGHAID GUTS ist jetzt GUTS quasi wiederauferstanden. Ein Blick auf die vier Herren im besten Alter lässt vermuten, dass sie sich zwischenzeitlich ums Geld verdienen und ihre Familien gekümmert haben und jetzt, nachdem die Kids groß und die Finanzen einigermaßen ausgeglichen sind, wieder Bock aufs Mucke machen haben.

Immerhin: Nach Altherren-Rock hört sich das nicht an, was der Opener „I’m Sane“ da verlauten lässt. Es geht straight nach vorn, wenngleich das Ganze nicht unbedingt innovativ zu nennen ist. Aber darum geht es ja auch gar nicht, sondern um den Spaß am Rock’n’Roll und den hört man bei Songs wie dem temperamentvollen Mundharmonika-Track „Suck My Pain“ ebenso wie bei der treibenden Gitarren-Nummer „Doesn’t Get Better“. Knackig übernimmt „I Want You“ und die „Medicine“, welche die vier Hanseaten ihren potenziellen Fans verschreiben, ist alles andere als bitter, sondern von einer formidablen Rhythmusfraktion angetrieben. „Only Me“ und das Titelstück „Ain’t It Strange“ machen da ebenfalls keine Ausnahme, die Jungs haben ganz offensichtlich ihren Style gefunden und Experimente sollte man bei GUTS deshalb auch nicht unbedingt erwarten. „Pop Star“ wird das Kleeblatt auf diese Weise zwar nicht mehr, aber ich bin mit sicher, dass alle Beteiligten im Proberaum und im Studio auf ihre Kosten gekommen sind.

Bestimmt folgt jetzt auf dem Kiez (immerhin sind ¾ der Band auf St. Pauli zuhause) noch der eine oder andere Live-Gig, bei dem nicht nur in alten Erinnerungen geschwelgt werden darf, sondern auch frische Sounds präsentiert werden. Pünktlich zum Release Day haben die Jungs auf jeden Fall schon mal ins St. Pauli Rock Café geladen und bedächtiger Tanztee dürfte dort nicht angesagt sein.

Terrorverlag 9/10 Punkten

Tonträger aus Hamburg